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Radiofrequenz-Operation Kinder
Die Gaumenmandeln sind wie Polypen oder Adenoide Teile des sogenannten Waldeyer'schen Rachenringes - Geweben des Immunsystems, die helfen, die Infektabwehr des kindlichen Körpers aufzubauen.

Da die Mandeln im Alter von zwei bis fünf Jahren besonders aktiv sind, können sich diese Gewebe soweit vergrößern, dass sie zu Beeinträchtigungen des Kindes führen.

Häufige Symptome:
Die Beschwerden der Kinder mit vergrößerten Mandeln ähneln denen der Kinder mit Polypen. Nasenatmungsbehinderung, häufige Infekte der oberen Atemwege oder Mittelohrergüsse oder -entzündungen sind die Hauptsymptome vergrößerter Mandeln.

Im Vergleich zu Polypen kann es bei Kindern mit zusätzlich vergrößerten Mandeln jedoch zu stark ausgeprägter Schnarchsymptomatik kommen, die zu nächtlichen Atemaussetzern führen kann. Die Kinder sind dann tagsüber häufig müde, halten einen langen Mittagsschlaf und sind nach dem Aufwachen oft quengelig und abgeschlagen.

Mandelverkleinerung statt Mandelentfernung:
In den genannten Fällen ist eine Mandelverkleinerung angeraten. Diese Mandeloperation wird seit ca. zehn Jahren durchgeführt. Der Einsatz von modernen Laserverfahren hat die Operation ermöglicht, die vor Jahren noch als vollständige Mandelentfernung stationär durchgeführt werden musste.

Vorteile des modernen Radiofrequenzverfahrens:
Im Unterschied zur vollständigen Mandelentfernung wird nur der Teil des Mandelgewebes mit der Radiofrequenzsonde abgetragen, der überschüssig ist. Der Vorteil der Operation besteht darin, dass zum einen genügend Mandelgewebe verbleibt, so dass der Aufbau der kindlichen Körperabwehr nicht beeinträchtigt ist.

Zum anderen besteht nach der Mandelverkleinerung keine Nachblutungsgefahr, so dass die Operation sicher ambulant durchgeführt werden kann.

Im Unterschied zur Verkleinerung der Mandeln mit dem Laser entstehen bei der Mandelverkleinerung mit der Radiofrequenzsonde nur Temperaturen von ca. 55 Grad Celsius im Mandelgewebe. Daher ist die Mandelverkleinerung mit dem Radiofrequenzverfahren schonender. Die Kinder leiden postoperativ kaum noch unter Halsschmerzen oder Schluckbeschwerden. Schon zwei bis drei Tage nach der Operation können die Kinder normalerweise die Schule oder den Kindergarten wieder besuchen.

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