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Schnarchen

Schnarchen bedeutet nicht nur eine Geräuschbelästigung des Partners in der Nacht. Treten neben dem Schnarchen auch Atemaussetzer in der Nacht auf, kann dies zu einer gesundheitlichen Beeinträchtigung des Schnarchers führen. In ausgeprägten Fällen kann Schnarchen die Lebenserwartung um bis zu 10 Jahren verkürzen.
Vor jeder Schnarchbehandlung ist deshalb eine genaue Diagnostik zur Bestimmung des Schweregrades der Erkrankung und zur Ursachenforschung erforderlich.
Nach einer ausführlichen HNO ärztlichen Untersuchung der Nase, des Gaumenbogens und der Kehlkopfregion führen wir das sogenannte Schlafscreening mit dem Porti 5 durch. Mit diesem Gerät werden in der Nacht verschiedene Parameter gemessen wie die Sauerstoffsättigung im Blut, die Pulsfrequenz, die Atembewegungen des Brustraumes, die Hirnströme zur Erstellung eines EEGs und die Schnarchgeräusche.
Anhand dieser Untersuchungen wird das weitere Vorgehen mit dem Patienten besprochen.

Wenn wenige oder keine Atemaussetzer in der Nacht auftreten, müssen lediglich die Schnarchgeräusche behandelt werden. Hierzu stehen uns zur Verfügung:

  • die Operation der Nasenscheidewand ohne Tamponade bei behinderter Nasenatmung
  • die Verkleinerung der Nasenmuscheln mit Lasertherapie
  • die Straffung des Gaumensegels mit Radiofrequenztherapie bei entsprechendem Befund
  • die Anpassung einer Protrusionsschiene in unserer Praxis. Hierdurch wird der Unterkiefer während der Nacht leicht nach vorne gezogen, so dass zwischen Zungengrund und Rachenhinterwand mehr Raum für die Atemluft geschaffen wird. Alleine durch diese Maßnahme kann das Schnarchen in 50% bis 70% der Fälle erfolgreich behandelt werden.

Bei ausgeprägten Atemaussetzern in der Nacht muss einer Überweisung in ein Schlaflabor zur weiteren Diagnostik erfolgen.